PUBLIKATIONS-QA · RUBRIK V2.0

Zwei Gates,
ein Urteil.

Kein Artikel, keine Landingpage und keine Stationsseite wird allein nach Gefühl freigegeben. Jedes Stück Content durchläuft dasselbe zweistufige Audit und kommt mit einer Note, einer Mängelliste und einem Ja oder Nein heraus. Das ist der Mechanismus.

2Gates, in fester Reihenfolge
9binäre Blocker-Prüfungen
5bewertete Kategorien
100Punkte, eine Zahl

DER MECHANISMUS

Fakten werden geprüft, bevor Qualität beurteilt wird.

Die beiden Gates stellen unterschiedliche Arten von Fragen. Gate 1 stellt neun Fragen mit faktischen Antworten — gibt es genau eine H1, stimmen Schema und sichtbarer Text überein, ist der Preis belegt. Gate 2 fragt, wie gut das hier ist, und antwortet mit einer Zahl. Fakten kommen zuerst — denn eine wunderschön geschriebene Seite mit erfundenen Statistiken ist kein Beinahe-Treffer. Sie ist ein Risiko.

Flussdiagramm des zweistufigen Publikations-Audits: eine einzige gescheiterte Faktenprüfung umgeht den Qualitäts-Score vollständig
Der rote Pfad ist der, den man sich merken sollte: Eine einzige gescheiterte Faktenprüfung führt direkt zu „Nicht bereit“ — der Qualitäts-Score wird gar nicht erst konsultiert.

GATE 1 · BINÄR

Neun Prüfungen ohne Verhandlungsspielraum.

Das sind Fakten, keine Meinungen. Sie werden als bestanden oder gescheitert protokolliert — mit dem exakten Ort des Mangels und dem, was die Behebung erfordert. Nichts davon wird bewertet, gewichtet oder gegen etwas anderes verrechnet.

  1. 01 / Faktische Richtigkeit

    Keine erfundenen Statistiken, Vorschriften oder Preise. Unbekanntes wird markiert, nie geraten.

  2. 02 / Terminologie

    Die Leitbegriffe des Marktes, konsistent angewendet, in der korrekten Sprachvariante.

  3. 03 / Überschriftenstruktur

    Eine H1, eine logische H2/H3-Hierarchie, keine übersprungenen Ebenen, beschreibende Überschriften.

  4. 04 / FAQ-Konformität

    Eine beschreibende Abschnittsüberschrift, drei bis fünf Fragen, eine fett gesetzte, für sich stehende erste Antwort.

  5. 05 / Schema-Parität

    Strukturierte Daten und sichtbarer Text stimmen exakt überein. Keine Formulierungen, die nur im Schema existieren.

  6. 06 / Link-Format

    Interne Links im vorgeschriebenen Format, echte Post-IDs, keine „Hier klicken“-Anker.

  7. 07 / Suchintention

    Die Seite beantwortet die Suchanfrage, auf die sie zielt. Content mit falscher Intention lässt sich nicht in Publikationsreife hochbenoten.

  8. 08 / Technische Konformität

    Alt-Texte vorhanden, Indexierbarkeits- und Canonical-Fragen markiert, Struktur CMS-fertig.

  9. 09 / Markenkonformität

    Keine verkäuferische Sprache, kein Konzernjargon, keine Aussagen, die das Angebot falsch darstellen.

GATE 2 · GEWICHTET

Fünf Kategorien, hundert Punkte.

Content, der Gate 1 besteht, wird in fünf Kategorien mit festen Gewichten bewertet. Die Gewichtung ist die redaktionelle Haltung, explizit gemacht: Ob die Seite die tatsächliche Frage der Leserin beantwortet, zählt doppelt so viel wie ihr Klang.

Balkendiagramm der Rubrik-Gewichte: Intent-Erfüllung 30, Informationsarchitektur 20, SEO- und AEO-Umsetzung 20, Stimme und Ton 15, Conversion-Unterstützung 15
Sechs Prüfperspektiven speisen diese fünf Zahlen, statt einzeln bewertet zu werden — SEO, Answer-Engine-Readiness, redaktionelle Qualität, Engagement, Marke und Conversion.
92 – 100A+

Best-in-Class. Publizieren und als Referenzbeispiel nutzen.

86 – 91A

Stark. Publizieren.

80 – 85A−

Solide. Publizieren — die wirkungsstärksten Hinweise umsetzen, wo es günstig ist.

75 – 79B+

Publizierbares Minimum. Eine Überarbeitungsrunde lohnt sich vorher.

unter 75REWORK

Geht nicht live. Zurück an die Autorin, mit benannten Abschnitten.

Die Gewichte verschieben sich vor der Bewertung mit dem dominanten Content-Typ, und das Audit benennt, was es verschoben hat. Seiten nah an der Conversion werden auf lokale Relevanz, Buchungsinformationen und kommerzielle Klarheit gewichtet. Informationsseiten auf Tiefe und Antwortfähigkeit. Inspirationsgetriebener Reise-Content bekommt eine explizite Ausnahme: Er wird nicht dafür bestraft, weniger maschinenextrahierbar zu sein, wenn das Leseerlebnis dadurch stärker ist — ein Reisetext wird nicht zum Betriebshandbuch, um einem Snippet zu gefallen.

DER OUTPUT

Jedes Audit liefert dieselben acht Dinge.

Das Format ist fix — genau das macht Ergebnisse über Autorinnen, Content-Typen und Monate hinweg vergleichbar.

CONTENT-TYP

Erkannt, mit jeder Gewichtsanpassung benannt.

PUBLIKATIONSSTATUS

Bereit — oder nicht bereit.

NOTE UND SCORE

Ein Buchstabe, eine Zahl von 100.

BLOCKER

Was, wo genau, und was die Behebung erfordert.

KATEGORIE-SCORES

Alle fünf, mit ihren Gewichten.

STÄRKEN

Was das Stück gut macht — damit es wiederholt wird.

VERBESSERUNGEN

Hoch, mittel und Feinschliff — jede mit Abschnittsangabe.

FINALES URTEIL

Publizieren oder überarbeiten, mit Begründung.

BEWUSSTE GRENZEN

Was das Gate nicht tut.

  • Es schreibt nicht um. Das Audit berichtet; ein Mensch oder ein Schreibschritt behebt. Beides zu vermischen hieße, dass die Prüferin ihre eigene Arbeit benotet.
  • Es erfindet keine Standards. Die Rubrik lebt in einer gemeinsamen Quelle. Lässt sich diese Quelle nicht laden, stoppt das Audit und sagt das — statt Kriterien zu improvisieren, die autoritativ aussehen.
  • Es gibt kein generisches Feedback. Ein Hinweis, der auf jeden Artikel passen würde, ist kein Befund. Jede Empfehlung benennt ihren Abschnitt und ihre Wirkung.
  • Es publiziert nicht. Das Gate produziert ein Urteil. Live gehen bleibt eine menschliche Entscheidung.
  • Es glättet keinen Widerspruch. Dieselbe Rubrik läuft mitten im Entwurf und am Gate. Weichen die beiden Noten deutlich voneinander ab, wird diese Lücke als Signal berichtet — nicht weggemittelt.

Geltungsbereich und Grenzen

Was hier beschrieben ist: der Audit-Mechanismus und die Rubrikstruktur, die ich entworfen habe und betreibe. Gewichte, Blocker, Notenbänder und Output-Format sind abgebildet; die Bewertungsanleitung hinter den einzelnen Kategorien ist nicht veröffentlicht.

Grenzen: Die Rubrik benotet einen Entwurf gegen einen definierten Standard. Sie misst keine Live-Performance — dafür ist die Case-Study-Evidenz da. Rubrik v2.0, beschrieben im Betriebsstand August 2026.

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